Warum wir uns gegen Windkraftanlagen im Wald einsetzen
Die geplanten industriellen Windkraftanlagen würden erhebliche Eingriffe in Wald und Landschaft des Zürcher Weinlands verursachen. Unsere Kritik richtet sich nicht grundsätzlich gegen erneuerbare Energie, sondern gegen Projekte, die ökologische, wirtschaftliche und landschaftliche Aspekte ungenügend berücksichtigen.
Zentrale Gründe
Der Wald erfüllt wichtige Funktionen
Unsere Wälder sind CO₂-Speicher, Trinkwasserspeicher, Lebensraum für Tiere und Pflanzen sowie Erholungsraum für die Bevölkerung. Zudem liefern sie den nachhaltigen Rohstoff Holz. Eingriffe dieser Grössenordnung gefährden diese Funktionen langfristig.
Massive Veränderung des Landschaftsbildes
Mit einer Höhe von rund 250 Metern würden industrielle Windkraftanlagen das Landschaftsbild des Zürcher Weinlands dauerhaft prägen und dominieren.
Grosse Eingriffe in den Wald
Für Fundamente, Installationsflächen und Erschliessung müssen Waldflächen gerodet und breite Erschliessungsstrassen gebaut werden. Pro Anlage geht rund eine Hektare Wald langfristig verloren.
Emissionen und Auswirkungen auf die Bevölkerung
Windkraftanlagen verursachen Lärm, Schattenwurf sowie Eiswurf. Diese Effekte können die Lebensqualität der Bevölkerung in der Umgebung beeinträchtigen.
Fragliche Wirtschaftlichkeit
Der Bau von Windkraftanlagen in windschwachen Regionen ist wirtschaftlich fragwürdig. Ohne erhebliche Subventionen wäre ein wirtschaftlicher Betrieb vieler Anlagen nicht möglich.
Fragwürdige Standortwahl
Die Konzentration von möglichen Standorten im Zürcher Weinland wirft grundsätzliche Fragen zur Standortwahl auf. Faktoren wie Windverhältnisse, Landschaftsschutz und Ortsbild, Tier- und Pflanzenwelt wurden dabei nicht oder nicht ausreichend untersucht und entsprechend auch nicht berücksichtigt.
Argumente
Trinkwasserspeicher
Unser Wald ist CO2- und Trinkwasserspeicher, Lebens- und Erholungsraum und Lieferant unseres nachwachsenden Rohstoffes Holz
Dimensionen
Mit rund 250 Meter Höhe würden die industriellen Windkraftanlagen unsere Landschaft absolut dominieren
Emissionen
Die Emissionen wie Lärm, Schatten- und Eiswurf würden unsere Lebensqualität massiv beeinträchtigen
Erschliessung
Die Erschliessungsbauten und Anlagen würden gewaltige Schneisen in Wald und Landschaft schlagen
Kosten-Nutzen-Verhältnis
Ein vernünftiges Kosten-Nutzen-Verhältnis ist nicht gegeben - nur mit massiven Subventionen ist der Bau von Windkraftanlagen überhaupt möglich
Orts- und Landschaftsschutz
Der Orts- und Landschaftschutz und Tierschutz wurde bei der Auswahl der Eignungsstandorte weitgehend ausser Acht gelassen
Waldzerstörung
Rund eine Hektare unseres Waldes würde pro Windrad zerstört - Realersatz ist nicht gesichert und Wiederaufforstung dauert Jahrzehnte
Unsere Haltung
Wir setzen uns für eine Energiepolitik ein, die erneuerbare Energien fördert, gleichzeitig aber Natur, Landschaft und lokale Bevölkerung respektiert.
Unsere Anliegen
Die IG Wald ohne Windräder engagiert sich für eine ausgewogene Energiepolitik und für den Schutz der Wälder im Zürcher Weinland.
Unsere wichtigsten Forderungen:
Die Richtplanvorlage ist zurückzuweisen
Die Richtplanvorlage zu den Windenergie-Eignungsgebieten ist zur ordentlichen Sachverhaltsklärung und Vornahme einer bundesrechtskonformen Interessenabwägung an die Baudirektion zurückzuweisen. Eventuell ist auf die Eignungsgebiete im Zürcher Weinland zu verzichten.
Freie Entscheidung der Waldeigentümer
Waldeigentümer sollen frei entscheiden können, ob sie ihren Wald für Windkraftanlagen oder die dafür notwendige Erschliessung und Infrastruktur zur Verfügung stellen möchten.
Keine Enteignungen für Windkraftprojekte
Wir lehnen Enteignungen oder indirekten Druck auf Grundeigentümer zur Realisierung von Windkraftanlagen ab.
Mitsprache der Standortgemeinden
Die Gemeinden müssen bei der Planung von Windkraftanlagen ein Mitspracherecht behalten. Lokale Volksentscheide und Gemeindeautonomie dürfen nicht unterlaufen werden.
Sorgfältige Prüfung und Entwicklung von Alternativen
Andere Formen der erneuerbaren Energie – insbesondere Solarenergie – können häufig deutlich effizienter und mit geringeren Eingriffen in Natur und Landschaft umgesetzt werden. Um diese voll nutzen zu können sind effiziente Speichermöglichkeiten zu entwickeln.